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Verkehr

Fußgänger- und Fahrradverkehr

Letzte Änderung: 29.08.2011

Modellvorhaben Fußgänger- und fahrradfreundliche Stadt

Eine Vision soll sich der Wirklichkeit nähern:

Damit Zufußgehen und Radfahren attraktive und sichere Alternativen zur Fahrt mit dem Auto werden - mit Spaß, Entspannung und Gesundheitsvorsorge für den einzelnen und einer gesteigerten Lebensqualität und mehr Klimaschutz für alle!

Der Fuß- und Radverkehr lässt sich auch ohne hohen finanziellen Einsatz fördern. Dies zeigte das vom Umweltbundesamt geförderte Modellprojekt „Fußgänger- und fahrradfreundliche Stadt”. In den drei Modellstädten Lingen (Ems), Lutherstadt Wittenberg und Plauen wurde ein umfassendes Handlungskonzept entwickelt und umgesetzt. Hierzu gehörten neben Infrastrukturmaßnahmen auch eine unterstützende Öffentlichkeitsarbeit, ein breit gefächertes Service-Angebot und eine Vernetzung mit den öffentlichen Verkehrsmitteln. Ziel aller Aktivitäten war es, ein fußgänger- und fahrradfreundliches Klima zu schaffen - in der Verkehrspolitik, in der Verwaltung und im täglichen Miteinander aller Verkehrsteilnehmer.

Anlass des Modellvorhabens

Das Fahrrad und die eigenen Füße sind die umweltschonendsten Verkehrsmittel – abgasfrei, leise und flächensparend. Zusammen mit öffentlichen Verkehrsmitteln spielen sie im sogenannten Umweltverbund eine wesentliche Rolle im Bemühen um eine nachhaltige Verkehrsentwicklung.

Über 20 Jahre Forschung im Bereich Radverkehrsförderung und das Engagement von Interessenverbänden haben dazu geführt, dass sich die Situation des Radverkehrs in einigen Kommunen deutlich verbessert hat, während andererseits in vielen Städten und Gemeinden kaum oder gar keine Fortschritte zu erkennen sind. Trotz Novellierung der Empfehlungen für Radverkehrsanlagen (ERA 95), der Fahrradnovelle der StVO und des ersten Berichtes der Bundesregierung über die Situation des Fahrradverkehrs in Deutschland: ein alltägliches Verkehrsmittel ist das Fahrrad also noch lange nicht. So bleibt ein beträchtliches Potenzial zur Entlastung der Städte von negativen Auswirkungen des Verkehr ungenutzt: Nach Schätzungen des „Fahrradberichts“ lassen sich in Ballungsgebieten bis zu 30% der Pkw-Fahrten auf den Radverkehr verlagern.

Noch weniger als der Radverkehr wird der Fußverkehr als eigenständiges Verkehrsmittel wahrgenommen. In der Verkehrsplanung taucht er meist nur als Restgröße auf und in der Forschung spielt er bisher auch nur eine Nebenrolle.

Ziel des Modellvorhabens

Durch eine gesteigerte Attraktivität des Fuß- und Radverkehrs sollen Autofahrer für einen Umstieg auf diese umweltschonenden Verkehrsmittel gewonnen werden. Hierfür wurden in den drei Modellstädten Lingen/Ems, Lutherstadt Wittenberg und Plauen Handlungskonzepte entwickelt, die in eine verkehrspolitische Gesamtstrategie eingebettet sind.

Mit dem Projekt sollte gezeigt werden

Ziel war es, eine gleichzeitige Förderung von Rad- und Fußgängerverkehr zu erreichen, ohne diese beiden umweltschonenden Verkehrsarten gegeneinander auszuspielen.

Ergebnisse des Modellvorhabens

Mit dem  Abschlussbericht "Chancen des Fuß- und Radverkehrs als Beitrag zur Umweltentlastung" zum Modellvorhaben "Fußgänger- und fahrradfreundliche Stadt"  konnte gezeigt werden:

Vor dem Hintergrund der relativ hohen Investitionskosten für Infrastrukturmaßnahmen und der Bedeutung einer Beteiligungskultur bei der Entwicklung und Umsetzung von Handlungskonzepten konnte mit dem Modellvorhaben weiterhin gezeigt werden:

Folgerungen für die Praxis

Aus den Ergebnissen des Modellvorhabens lassen sich konkrete Handlungsempfehlungen zur strategischen Förderung des Fuß- und Radverkehrs ableiten. Diese richten sich in erster Linie an die Kommunen als maßgeblich Verantwortliche für die Umsetzung von Maßnahmen zur Förderung des Fuß- und Radverkehrs, aber auch an den Bund bzw. die Länder als Gesetz- und Fördermittelgeber.

Als Handlungsempfehlungen an die Kommunen sind zu nennen:

Weitere Informationen

 

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