Sie sind hier: Startseite > Abfallwirtschaft - Aktuelles
Letzte Änderung: 25.04.2013
Viele Sachen, die wir einfach so wegwerfen, sind eigentlich zu schade für den Müll. Mit ein wenig Fantasie kann man sie wieder in nützliche Dinge verwandeln. Aus Konserven-Deckeln lässt sich eine Magnetwand basteln, aus einem kaputten Fußball ein Lampenschirm. Seit zwei Jahren präsentieren die Gründerinnen der Website www.weupcycle.com täglich neue Ideen, wie jeder aus Müll sinnvolle Dinge herstellen kann. Woher die vielen Ideen stammen, erklärt Lisa Schultz im Interview.
Der Verpackungsverbrauch hat gegenüber 2009 um 5,9 Prozent zugenommen. Insgesamt fielen 16 Millionen Tonnen Verpackungen als Abfall an. Immerhin wurden 13,45 Millionen Tonnen stofflich oder energetisch verwertet. 1,86 Millionen Tonnen wurden in Abfallverbrennunganlagen mit Energierückgewinnung verbrannt.
Sie sind ein deutsches Unternehmen der Abfallwirtschaft und waren an einem erfolgreichen Projekt im Ausland beteiligt? Im Auftrag des UBA wird gerade eine Internetplattform mit „Best Practice“-Beispielen erstellt, auf der sich Interessierte aus aller Welt schnell und einfach von der Auslandsexpertise deutscher Unternehmen, Berater und wissenschaftlicher Einrichtungen überzeugen können. Die über 300 bereits erfassten Projekte öffentlicher Träger werden derzeit um privatwirtschaftliche Projekte ergänzt. Melden Sie sich bis Juni 2013, um auch Ihr Projekt dort zu präsentieren.
Im Jahr 2010 wurden in Deutschland mehr Altfahrzeuge verwertet, als anfielen, so dass die Verwertungsquote auf über 100 Prozent stieg. Der Grund: 2009 wurden wegen der Abwrackprämie mehr als dreimal so viele Fahrzeuge wie üblich bei den Demontagebetrieben abgegeben und damit mehr, als im selben Jahr noch behandelt werden konnten. Aber auch in den Vorjahren übertraf Deutschland die Vorgabe von 85 Prozent der EG-Altfahrzeug-Richtlinie deutlich und gewinnt so wertvolle Rohstoffe zurück, vor allem Metalle. Das UBA berechnet die Quoten jährlich für den Bericht an die EU-Kommission.
Seit dem Jahr 1999 liegt nun erstmals wieder eine aktuelle Übersicht der in Deutschland vorhandenen genehmigungsbedürftigen Anlagen zur Behandlung von Bioabfällen vor. Das UBA ließ dafür 1.809 Betreiber von Kompostierungs- und Vergärungsanlagen befragen. Die erfassten Daten können von allen Interessierten mittels einer Access-Datenbank ausgewertet werden. In dieser sind die Anlagen mit Informationen zum Beispiel zur eingesetzten Technik und zu den im Jahr 2009 verarbeiteten Abfallmengen enthalten. Eine übergreifende Auswertung der Befragung und Steckbriefe der Anlagen bietet das „Handbuch Bioabfallbehandlung“.
Viele gebrauchte Elektrogeräte, die entsorgt werden, sind noch funktionstüchtig oder reparabel und könnten von anderen Leuten weiterverwendet werden. Ein Forschungsprojekt bestätigt, dass die Wiederverwendung häufig gut für Umwelt und Klima ist, und auch wirtschaftlich sinnvoll sein kann. Eine mobile Prüfanlage wurde entwickelt, mit der Geräte schon bei der Sammlung oder Annahme auf ihre Sicherheit und Funktionsfähigkeit getestet werden können.
Eine neue im Rahmen des UFOPLANs geförderte Ökobilanzstudie vergleicht Entsorgungsverfahren für Bioabfälle. Die Auftragnehmer Ifeu-Institut und Ahu AG Aachen kamen zu dem Ergebnis, dass die getrennte Sammlung und Verwertung von Bioabfällen aus Sicht des Umweltschutzes sinnvoll ist. Dabei zeigt die Vergärung von Bioabfällen die besten Ergebnisse. Voraussetzung bei allen Verfahren ist jedoch, dass die Verwertung mit möglichst geringen Emissionen und unter optimaler Ausnutzung der enthaltenen Energie und Ressourcen erfolgt.
Klärschlamm könnte für die Landwirtschaft ein kostengünstiger Dünger sein, denn er enthält Phosphor, Stickstoff und Kalium. Aber ebenso befinden sich organische Schadstoffe und Schwermetalle darin. Deshalb wird derzeit der größere Teil, nämlich 53 Prozent, verbrannt. Die Herausforderung der nächsten 10 bis 20 Jahre besteht darin, die landwirtschaftliche Klärschlammverwertung weiter zu reduzieren, ohne auf die „guten“ Inhaltsstoffe verzichten zu müssen.
Die CD-ROM „Best Practice Municipal Waste Management“ informiert in vier Sprachen über bewährte Verfahren zur kommunalen Abfallbewirtschaftung und fördert zugleich den Technologietransfer. Strukturierte Datenblätter informieren über den EU-Rechtsrahmen, Abfallwirtschaftsprinzipien und -verfahren. Ausländische Zielgruppen schätzen dabei die Verlinkung mit deutschen Technologie-Anbietern. Einzelne Datenblätter bzw. die komplette CD-ROM können heruntergeladen oder nach Registrierung bestellt werden.
Batterien und Akkus machen uns mobil. Akkus sind umweltfreundlicher als Batterien, denn sie haben eine lange Lebensdauer. Sind Batterien wirklich leer und Akkus nicht mehr aufladbar, gehören sie in die Sammelboxen in Bau- oder Supermärkten. Dort kommt leider nur die knappe Hälfte aller verkauften Batterien und Akkus an. Die andere Hälfte landet im Hausmüll. So können giftige Metalle aus Batterien und Akkus in die Umwelt gelangen und sie lassen sich dann nicht mehr für neue Batterien wieder verwenden. Beim Kauf neuer Produkte können Sie sich am Blauen Engel-Gütesiegel „weil ohne Batterie“ oder „weil solarbetrieben und schadstoffarm“ orientieren.
Der Anteil von Mehrweg- und ökologisch vorteilhaften Einweggetränkeverpackungen, wie beispielsweise Getränkekartons, ist im Jahr 2010 erneut gesunken: um 1,7 Prozentpunkte auf 50,1 Prozent. Das ergab die jährlich im Auftrag des UBA durchgeführte Erhebung. Damit wird der in der Verpackungsverordnung anvisierte Anteil von 80 Prozent deutlich verfehlt.
Jährlich fallen große Mengen Bauschutt an, die bei optimiertem Recycling natürliche Ressourcen schonen können. Beispielsweise kann Betonbruch, aus dem Störstoffe entfernt wurden, in Recycling-Beton wiederverwertet werden. Im Auftrag des UBA hat die BAM untersucht, wie Abbrucharbeiten und Bauschuttaufbereitung optimiert werden können, um hochwertige Gesteinskörnungen zu gewinnen.
Eine aktuelle Studie des UBA zeigt: Kunststoffe aus nachwachsenden Rohstoffen haben gegenüber Plastikverpackungen keinen ökologischen Vorteil. CO2-Ausstoß und Erdölverbauch fallen zwar geringer aus. Aber der Anbau und die Verarbeitung von Pflanzen für diese Bio-Verpackungen belasten Böden und Gewässer stärker. Auch die vermehrt angebotenen Bioplastiktüten haben damit keinen Umweltvorteil. UBA-Präsident Jochen Flasbarth: „Die Ergebnisse sprechen dafür, die Sonderregelung für solche Verpackungen, wie etwa die Befreiung von der Rücknahmepflicht des Handels, nicht zu verlängern.“
In Deutschland können durch die geplante Wertstofferfassung mit der bundesweit einheitlichen Wertstofftonne mehr Abfälle recycelt und Ressourcen geschont werden. Da künftig außer Verpackungen auch Nichtverpackungen miterfasst werden sollen, ist es notwendig, die derzeit in der Verpackungsverordnung vorgegebenen Verwertungsquoten anzupassen. Das UBA hat hierzu in einer Studie verschiedene Ausgestaltungsmöglichkeiten entwickeln lassen und in einem Fachgespräch erörtert.
80 Millionen alte Handys liegen schätzungsweise in unseren Schubladen. Und jedes Jahr kommen mehrere Millionen dazu. Dabei enthalten sie wertvolle Metalle: Gold, Silber, Kupfer oder Kobalt. Das Recyceln ist aber auch aus einem anderen Grund wichtig: Die Akkus bestehen aus giftigen Stoffen, die in den Sondermüll gehören. Abgeben können Sie Ihr Handy zum Beispiel bei der Deutschen Umwelthilfe. Was das bringt, erklärt Michael Hadamczik im Interview mit Green Radio.
Die effektive und hochwertige Bewirtschaftung von Abfällen durch werkstoffliche, rohstoffliche und energetische Verwertung leistet einen erheblichen Beitrag zum Ressourcenschutz. Eine Studie im Auftrag des UBA zeigt, dass ohne die Verwertung von Stahl, Kupfer, Gold sowie ausgewählte Kunststoffe jährlich 256 Millionen Tonnen an Primärrohstoffen zusätzlich aufgebracht werden müssten; 9 Prozent des direkten und indirekten Rohstoffbedarfs der Bundesrepublik. Damit sind Kosteneinsparpotenziale von bis zu 2,1 Mrd. € für die deutsche Wirtschaft verbunden.
Weit über die Hälfte des Abfallaufkommens in Deutschland sind mineralische Abfälle. Durch ihre Verwendung im Wirtschaftskreislauf lassen sich große Mengen an Rohstoffen substituieren. Fachleute aller Interessengruppen diskutierten über verschiedene Instrumente zur Steigerung der Akzeptanz und des hochwertigen Einsatzes mineralischer Sekundärrohstoffe sowie Erfahrungen mit den einzelnen Instrumenten.