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Chemikalienpolitik und Schadstoffe, REACH

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Chemikalienpolitik und Schadstoffe, REACH

Aktuelles

Letzte Änderung: 11.05.2012

Chemie der Zukunft

UBA-Jahrespublikation „Schwerpunkte 2012“, Titelfoto: dpa/picture-alliance/FangDie Chemieindustrie ist ein bedeutender Wirtschaftssektor in Deutschland und Motor für innovative Produkte. Doch nachhaltige Chemie bedeutet auch, Umweltstandards in globalisierten Märkten zu etablieren. Allein die Massenproduktion von Kleidung und Schuhen in den Schwellen- und Entwicklungsländern verursacht erhebliche Probleme für die Umwelt. Wie wir diese lösen können, zeigt die UBA-Jahrespublikation.

Umwelthormone in Kunststoffen: Studie entwickelt geeignete Testmethoden

Multiwellplatte mit Testgefäßen, in denen in-vitro verschiedene Wasserproben auf Umwelthormone untersucht werden; Quelle: © Martin Wagner, Goethe Universität Frankfurt / MainKunststoffe sind eine bisher unterschätzte Quelle für den Eintrag hormonähnlicher Substanzen in die Umwelt. Umwelthormone können zum Beispiel die Fortpflanzungsfähigkeit von Fischen stark beeinflussen. Eine Studie im Auftrag des UBA zeigt, wie solche Substanzen erkannt und charakterisiert werden können. Testmethoden, die ohne den Einsatz von Wirbeltieren auskommen, wurden auf den Prüfstand gestellt, optimiert oder neu entwickelt.

REACH: Leitfaden zum Scaling hilft bei der sicheren Verwendung von Stoffen

Lupe auf einem Taschenrechner © laurent hamels – fotolia.comUnter der EU-Chemikalienverordnung REACH müssen die Bedingungen für die sichere Verwendung von Stoffen von Herstellern, Importeuren und Formulierern an ihre Kunden weitergegeben und von diesen eingehalten werden. Scaling kann helfen zu prüfen, ob eine Anwendung von den Vorgaben abgedeckt ist. Dieses Gutachten, die dazugehörigen Excel-Vorlagen und ein Leitfaden unterstützen Registranten und Formulierer bei der Entwicklung von Scaling-Hilfen und nachgeschaltete Anwender bei der Durchführung des Scalings.

Leitlinien zur Berücksichtigung von multiplen Stoffeinträgen in die Umwelt für die Expositionsschätzung unter REACH

Abfluss mit Chemiekalie; Quelle: WoGi © fotolia.comEine einzelne Chemikalie kann in verschiedenen Produkten enthalten und für verschiedene Anwendungen im Einsatz sein und von mehreren Herstellern und Importeuren auf den Markt gebracht werden. Die Emissionen der einzelnen Verwendungen können sich in der Umwelt addieren und insgesamt ein unannehmbares Risiko darstellen. Die Berücksichtigung aggregierter Stoffeinträge bei der Expositionsbewertung unter REACH wurde untersucht und es werden Vorschläge für die Umsetzung gegeben.

REACH-Leitfaden als Hilfe für Kunststoffrecycler

Auch für Kunststoffrecycling-Betriebe gilt das europäische Chemikalienrecht REACH. Danach müssen Hersteller, Importeure und Anwender von Chemikalien deren Sicherheit beurteilen und eingesetzte Stoffe bei der europäischen Chemikalienagentur ECHA in Helsinki registrieren. Gerade bei Recyclingstoffen ist das oft schwierig, da deren Zusammensetzung variiert oder gar nicht bekannt ist. Das gemeinsam mit der Kunststoff- und Automobilindustrie durchgeführte Forschungsvorhaben beinhaltet eine systematische Bestandsaufnahme der aus der REACH-Verordnung resultierenden Anforderungen an die im Abfallrecycling tätigen Akteure sowie eine Übertragung auf die konkrete Situation im Kunststoffrecycling. Kunststoffverwertern werden Wege zur sachgerechten Ermittlung von Stoffinformationen aufgezeigt und Hinweise zur Dokumentation und zur Weitergabe an Kunden gegeben.

Workshops: REACH in der Praxis

Menschen auf der Konferenz; Anton Gvozdikov ©  www.fotolia.deBis Juni 2013 können Chemikalien, deren Produktionsmenge mehr als 100 Tonnen pro Jahr beträgt, noch bei REACH registriert werden. Aber die Registrierung ist für kleine und mittlere Unternehmen wegen der rechtlichen Anforderungen von REACH eine besondere Herausforderung. Aus diesem Grunde setzen UBA und BMU die Workshopreihe „REACH in der Praxis“ 2012 und 2013 mit insgesamt acht Fachworkshops zu verschiedenen Aspekten der Umsetzung von REACH fort.

Umweltprobenbanken rüsten sich für die Zukunft – Konferenzbericht erschienen

Labor Umweltprobenbank; Foto Quelle: UmweltbundesamtDie in Umweltprobenbanken gesammelten Proben wie Vogeleier oder Fischlebern helfen, die Belastung der Umwelt mit problematischen Stoffen langfristig zu beobachten. Sie sind deshalb ein wichtiger Baustein, um den Erfolg der EU-Chemikalienpolitik REACH zu überprüfen. Wie genau die 16 europäischen Umweltprobenbanken dazu beitragen können, diskutierten Fachleute im Juni 2010 auf einer Konferenz in Berlin. Nun ist der Konferenzbericht erschienen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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