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Letzte Änderung: 17.05.2013
Einweg oder Mehrweg - beides kostet inzwischen Pfand und ist für die Verbraucherinnen und Verbraucher kaum noch zu unterscheiden. Denn dass man für eine Flasche Pfand bezahlt bzw. zurückbekommt und sie vom Handel zurück genommen wird, heißt nicht, dass es sich um eine Mehrwegflasche handelt. Der Blaue Engel für Mehrwegverpackungen gibt hier die richtige Orientierung, denn Mehrwegverpackungen weisen in der Summe ihrer Umweltbelastungen Vorteile gegenüber Einwegverpackungen auf, insbesondere dann, wenn der Transportaufwand relativ gering ist.
Die europäische Richtlinie 2006/40/EG verbietet seit dem 1. Januar 2011 das Kältemittel R134a in den Klimaanlagen neuer Fahrzeugtypen. Die Automobilindustrie entschied daraufhin, fortan das brennbare, fluorierte Kältemittel 1234yf zu verwenden. Aber das UBA hielt diesen Stoff schon länger für problematisch, denn im Brandfall und an heißen Oberflächen bildet R1234yf hochgiftige Flusssäure. Nun will ein namhafter deutscher Autohersteller auf den Einsatz verzichten, weil 1234yf sich in Sicherheitstests im Motorraum entzündete. Jochen Flasbarth, Präsident des Umweltbundesamtes: „Nun muss sich die Autoindustrie umgehend um eine langfristig umweltverträgliche Lösung kümmern. Wir raten hier dringend dazu, das natürliche Kältemittel CO2 einzusetzen. CO2 ist ungiftig, nicht brennbar und überall kostengünstig verfügbar. Die CO2-Technik wurde vor einigen Jahren von der deutschen Autoindustrie bereits ausführlich getestet und zur Serienreife entwickelt.“
In diesem Jahr werden Unternehmen, die als Händler oder Hersteller mit dem Blauen Engel gekennzeichnete Produkte oder Dienstleistungen anbieten und dabei aktiv und überzeugend mit dem Umweltzeichen werben, prämiert. Die Bewerbungsfrist läuft noch bis zum 24. Mai.
Mineralölspuren in Lebensmitten haben viele Quellen und gelangen auch durch mineralölhaltige Druckfarben von der bunten Verpackung in Reis, Nudeln oder Weihnachtschokolade. Jochen Flasbarth, Präsident des UBA , appelliert an die Verpackungshersteller und Zeitungsdrucker, auf mineralölfreie Druckfarben umzusteigen. Das UBA druckt seine Broschüren und Flyer im Bogenoffset-Heatset-Verfahren bereits mineralölfrei – ohne Qualitätsverlust.
Lacke, Farben und andere Bauprodukte können Lösemittel und andere VOC (englisch VOC; Abkürzung für Volatile Organic Compounds) ausdünsten, die über einen längeren Zeitraum in der Raumluft verbleiben. Lacke, die mit dem Blauen Engel ausgezeichnet sind, haben im Gegensatz zu anderen Lacken einen höheren Wassergehalt und sind wasserverdünnbar. Sie enthalten somit auch weniger umweltschädliche Stoffe.
Viele gebrauchte Elektrogeräte, die entsorgt werden, sind noch funktionstüchtig oder reparabel und könnten von anderen Leuten weiterverwendet werden. Ein Forschungsprojekt bestätigt, dass die Wiederverwendung häufig gut für Umwelt und Klima ist, und auch wirtschaftlich sinnvoll sein kann. Eine mobile Prüfanlage wurde entwickelt, mit der Geräte schon bei der Sammlung oder Annahme auf ihre Sicherheit und Funktionsfähigkeit getestet werden können.
Holz und Holzwerkstoffe sind umweltfreundliche und nachhaltige Werkstoffe, wenn das Holz entsprechend gewonnen und verarbeitet wurde. Im Rahmen eines Forschungsvorhabens wurden Untersuchungen zum Emissionsverhalten von Kiefernholz und daraus hergestellten Holzwerkstoffen wie OSB-Platten und Leimhölzern durchgeführt.
Heute Recyclingpapier zu verwenden, schützt morgen Klima und Ressourcen. Die Initiative für grüne Beschaffung fordert deshalb Unternehmen der öffentlichen Hand auf, auf Recyclingpapier umzustellen, das die Kriterien des Blauen Engel erfüllt. Denn gerade sie haben eine besondere ökologische Verantwortung. Die Kampagne stellt Ihr Engagement öffentlich heraus, sobald Sie online Ihre Recyclingquote oder Ihre Umstellungsziele bekanntgeben.
Sobald es draußen warm wird, laufen drinnen die Klimageräte – und der Stromverbrauch steigt. Die EU-Mitgliedsstaaten wollen daher ineffiziente Geräte ab 2013 schrittweise vom Markt nehmen. Besser als jede noch so effiziente Anlage: nachts auf Durchzug lüften und tagsüber die Fenster komplett schließen. Es hilft ebenso, die Jalousien rechtzeitig herunterzulassen und nicht benutzte Elektro-Geräte abzuschalten. Auch Ventilatoren und Pflanzen bringen Abkühlung.
Die deutschen Halbleiterhersteller haben ihre Emissionen fluorierter Treibhausgase mit besonders hohem Treibhauspotential im Vergleich zu 1995 um 47 Prozent gesenkt und damit ihre freiwilligen Klimaschutzanstrengungen geschafft. Trotz steigenden Produktionsumfangs kam diese Emissionssenkung vor allem durch den Einsatz neuester Abgasreinigungstechnik zustande.
Konsum gehört für Kinder und Jugendliche zum Alltag. Damit sie frühzeitig lernen, nachhaltig zu konsumieren, sollte die Förderung der Konsumkompetenz bereits in der Schule beginnen. Der Materialkompass des vzbv hilft Lehrerinnen und Lehrern, sich im Dschungel der Unterrichtsmaterialien zu Verbraucherthemen zurechtzufinden. Deren Qualität ist übrigens von pädagogischen Experten und Expertinnen bewertet.
Das Bundeskabinett hat ein Gesetz zur Energieverbrauchskennzeichnung von Produkten beschlossen. Es dient der Umsetzung der europäischen Richtlinie zur Energieverbrauchskennzeichnung (2010/30/EU). Danach legt die EU-Kommission die Vorgaben der Kennzeichnung für einzelne Produktgruppen fest. So bekommen viele große Haushaltsgeräte – Kühlschränke, Geschirrspüler und Waschmaschinen sowie Fernseher – und andere Geräte eine neue Kennzeichnung, die den Effizienzstandard des Gerätes angibt. Die höchste Effizienzklasse ist A+++. Jedes „+“ bedeutet eine bessere Effizienz, weniger Energieverbrauch und weniger Betriebskosten.
Die revidierte EU-Verordnung für die Vermarktung von Bauprodukten sorgt für mehrVerbraucherinformation. Ab Juli 2013 müssen Bauprodukte mit CE-Kennzeichnung über eine Stoffdeklaration verfügen, die besonders besorgniserregende Stoffe ausweist. Die neuen Regeln gelten dann für alle im Binnenmarkt gehandelten Bauprodukte, zum Beispiel Teppichböden, Tapeten oder Betonfertigteile.
Deutschlands ältestes, bekanntestes und erfolgreichstes Umweltzeichen wird 35! Der Blaue Engel setzt Maßstäbe für umweltfreundliche Produkte und Dienstleistungen. Er gibt Orientierung im Durcheinander immer neuer Label, die oft nicht halten, was sie versprechen. Inzwischen können Verbraucherinnen und Verbraucher auf den Blauen Engel bei rund 12.000 Produkten vertrauen. Anlässlich des Jubiläums starten BMU, UBA und die Jury Umweltzeichen eine Kampagne, die durch drei prominente Fürsprecher – Annette Humpe, Jacqueline Roussety und Thomas Arnold - mit ihrer persönlichen Botschaft unterstützt wird.
Das Flammschutzmittel HBCD darf zukünftig weltweit weder hergestellt noch angewandt werden. Das beschloss eine UN-Chemikalienkonferenz. Der Stoff ist sehr toxisch mit lang anhaltendem Effekt für aquatische Lebewesen, akkumuliert sich in Organismen und kann in weit entfernten Regionen gefunden werden. HBCD fällt jetzt unter das Stockholmer Übereinkommen über Persistente Organische Schadstoffe. Über die konkrete Umsetzung des Verbotes wird das UBA weiter berichten.
Wie sehr einige unserer Alltagsprodukte Mensch und Umwelt in den Ländern ihrer Herstellung belasten und wie man umweltfreundliche und faire Produkte erkennt, zeigt eine neue Wanderausstellung mit 16 Mitmachstationen. Die Ausstellung von Deutscher Bundesstiftung Umwelt und UBA ist vom 6. Mai 2013 bis Winter 2014/2015 in Osnabrück zu sehen. Anschließend kann sie ausgeliehen werden, um für fünf Jahre in Deutschland, Österreich und der Schweiz auf Wanderschaft zu gehen.
Rechenzentren haben bezüglich ihres Energieverbrauches große Einsparpotenziale. Viele arbeiten ineffizient, obwohl 50 Prozent der Kosten Energiekosten sind. Jetzt können sich Rechenzentren mit dem Blauen Engel zertifizieren lassen. Das erste hat es schon geschafft: die erecon AG.
Dass mineralölfreie Druckbilder hochwertig aussehen können, zeigt eine neue Broschüre des UBA. Fünf verschiedene Recyclingpapiere mit unterschiedlichen Weißegraden, Grammaturen und Oberflächen demonstrieren die Zukunftsfähigkeit von Recyclingpapier. Gegenüber konventionellem Primärfaserpapier hat es sowieso die Nase vorn, denn die optimale Funktionalität paart sich mit ökologischen Spitzenwerten: Die Herstellung spart bis zu 60 Prozent Energie und 70 Prozent Wasser.
Farben, Lacke, Lasuren und andere Renovierungsprodukte lassen Räume und Möbel farbenfroh erstrahlen. Aber sie können auch Schadstoffe ins traute Heim und in die Umwelt bringen. Eine neue Broschüre gibt Tipps zur richtigen Produktauswahl sowie hilfreiche Informationen zum Umgang mit Farben, Lacken und Co. So lassen sich mögliche Gesundheitsgefahren und Umweltbelastungen auf ein Minimum reduzieren.
Ist es ökologisch sinnvoll, ein älteres Notebook durch ein neues, energieeffizienteres zu ersetzen? Die Antwort auf diese Frage ist ein klares Nein. Zu diesem Ergebnis kommt eine UBA-Studie, die den Ersatz eines Notebooks unter ökologischen Gesichtspunkten untersucht. Denn die Energie, die bei der Herstellung des neuen Laptops verbraucht wird, ist so hoch, dass sie selbst durch einen effizienten Betrieb nicht kompensiert werden kann. Es ist vielmehr so: Je länger Sie ein Notebook nutzen, desto größer ist der Beitrag für Klimaschutz und Ressourcenschonung.
Weltweit gelangen immer mehr fluorierte Treibhausgase in die Umwelt und schaden dem Klima. Teilweise stammen sie aus Produkten. Woher aber weiß ich, ob ein Produkt solche Stoffe enthält? Welche Produkte enthalten überhaupt fluorierte Treibhausgase? Gibt es Alternativen? Dies und mehr erläutert die neue Broschüre „Fluorierte Treibhausgase vermeiden – Was Sie im Alltag für den Klimaschutz tun können“ des Umweltbundesamtes.
Haben Sie das auch schon mal erlebt? Kurz nach Ablauf der Garantie gehen Handy oder Drucker kaputt. Ärgerlich. Oder gar Absicht? Ein solches Verfallsdatum für Produkte nennt die Wissenschaft „geplante Obsoleszenz“. Bislang gibt es dafür keine ausreichenden Nachweise. Das UBA will der Frage 2013 in einer Studie nachgehen. Sie können schon jetzt handeln: Kaufen Sie Produkte, für die der Hersteller freiwillig lange Garantiezeiten gewährt. Den Blauen Engel erhalten Produkte nur, wenn der Hersteller auch nach Einstellung der Produktion eine Zeit lang Ersatzteile anbietet.
Behörden können viel für den Umweltschutz tun, wenn sie bei der Beschaffung von Produkten und Dienstleistungen auch auf deren Umweltfreundlichkeit achten. Beispielsweise beim Kauf von Büropapier oder bei der Beauftragung der Gebäudereinigung. Welchen rechtlichen Rahmen sie dabei berücksichtigen müssen, stellt ein im April im Auftrag des UBA aktualisiertes Rechtsgutachten dar. Das ursprünglich 2008 erstellte Gutachten zur Umsetzung der EU-Vergaberichtlinien wurde komplett auf den neuesten Stand gebracht, da viele Rechtsvorschriften geändert, neu gefasst oder abgeschafft wurden.
Seit dem 1. April dürfen nur noch Fernsehgeräte mit einer Effizienzklasse von mindestens D in den Handel. Das regelt eine Verordnung der EU. Mittlerweile gibt es schon viele Geräte der Klasse A und A+. Einige sind sogar mit dem Blauen Engel ausgezeichnet. Fernseher müssen seit Dezember ein Energielabel tragen. Hieran lassen sich Bilddiagonale, Effizienz und Jahresenergieverbrauch einfach ablesen.
Das erste Schiff, das den Blauen Engel für umweltfreundliches Schiffsdesign trägt, ist die „Frisia VIII“ der AG Reederei Norden-Frisia. Denn die Reederei hat die Schadstoffeinträge dieses Schiffes in Luft und Wasser deutlich reduziert. Reedereien oder Schiffsbetreiber, die ihr Umweltengagement schon beim Design und Bau eines Schiffes umsetzen und den umfassenden Blauer Engel-Anforderungskatalog erfüllen, erlangen für ihre Schiffsneubauten dieses begehrte Umweltzeichen.