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Nr.: 2/2018UBA aktuell

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Luft in vielen Städten muss besser werden. Da hilft es nicht, europaweit vorgeschriebene Messverfahren in Zweifel zu ziehen – der Ausstoß von Luftschadstoffen muss reduziert werden. Wie wichtig das für unsere Gesundheit ist, ist Thema dieser Newsletterausgabe. Auch in unserer Treibhausgasbilanz 2017 steht der Straßenverkehr im Fokus: Der Ausstoß klimaschädlicher Gase im Verkehrssektor ist erneut gestiegen, es waren mehr Autos, Lkw und Sattelzugmaschinen auf deutschen Straßen unterwegs als im Vorjahr. Eine Verkehrswende ist dringend notwendig, besonders in den Städten. Dies ist auch Thema unserer Fachtagung „kommunal mobil 2018“, die wir ebenfalls im vorliegenden Newsletter vorstellen wollen. 

Interessante Lektüre wünscht

Ihre Pressestelle des Umweltbundesamtes

Luftqualität: Stickstoffdioxid gravierendes Gesundheitsproblem

Radfahrer zwischen Autos im Stau
Dieselautos sind eine wesentliche Quelle für Stickstoffdioxid.
Quelle: Kara / Fotolia.com

Die Stickstoffdioxid-Konzentration in der Außenluft ist in vielen deutschen Städten zu hoch. Dies ist vor allem durch das Bundesverwaltungsgerichtsurteil im Februar 2018 in den Fokus gerückt, welches den Städten und Kommunen zubilligt, zur Einhaltung des EU-Grenzwerts Fahrverbote für Dieselfahrzeuge zu verhängen. Dass die derzeitigen Konzentrationen der Gesundheit tatsächlich schaden, bestätigt eine neue Studie im Auftrag des UBA: Demnach sind anhand statistischer Berechnungen für das Jahr 2014 etwa 6.000 vorzeitige Todesfälle oder – anders ausgedrückt – rund 50.000 verlorene Lebensjahre aufgrund von Herz-Kreislauf-Erkrankungen der Belastung durch Stickstoffdioxid zuzuordnen. Darüber hinaus besteht ein Zusammenhang mit Krankheiten wie Diabetes mellitus, Bluthochdruck, Schlaganfall, der chronisch obstruktiven Lungenerkrankung (COPD) und Asthma. Rund 14 Prozent der Asthmaerkrankungen im Jahr 2014 sind auf die Belastung mit Stickstoffdioxid zurückzuführen.

In den Medien wurde die Studie – gerade vor dem Hintergrund der hitzigen Debatte um Fahrverbote – vielfach in Zweifel gezogen. Doch auch nach allen Gegenargumenten können wir bestätigen: Die Ergebnisse sind wissenschaftlich tragfähig. Die angewandte Methode zur  Berechnung umweltbedingter Krankheitslasten wurde von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) entwickelt. Die einbezogenen epidemiologischen Studien berücksichtigen in den mathematischen Modellen sogenannte „Störgrößen“, wie Rauchen oder Übergewicht, die natürlich ebenfalls Ursache für Krankheiten und vorzeitige Todesfälle sein können. Sie mögen die Gesundheit sogar stärker belasten als Stickstoffdioxid in der Außenluft, was jedoch in der Verantwortung jedes Einzelnen liegt. Aufgabe der Umweltpolitik ist es, die Bevölkerung vor den Gesundheitsgefahren durch Luftschadstoffe zu schützen – denn atmen muss jeder, und unsere Luft soll gesund für alle sein, vom Baby bis zur Asthmatikerin mit vorgeschädigten Atemwegen. Ziel muss es deshalb sein, den bereits seit acht Jahren geltenden EU-Grenzwert für Stickstoffdioxid endlich in allen deutschen Städten einzuhalten.

Verbrauchertipps

Aus Wissenschaft und Forschung

Großer Server

Umweltperformance von Rechenzentren messbar

Apps, Internet, Hard- und Software: Ohne Rechenzentrum funktioniert nichts. Wie steht es aber um die Umweltperformance der Rechenzentren in Deutschland? Das Umweltbundesamt stellt eine Methode vor, mit der es erstmalig möglich ist, die Energie- und Ressourceneffizienz eines Rechenzentrums beurteilen zu können. weiterlesen

Industrieanlage mit Tanks und Schornsteinen

Neuer EU-Innovationsfonds: Wie kann der Klimaschutz profitieren?

Der EU-Innovationsfonds wird ab 2019 Versteigerungserlöse aus dem EU-Emissionshandel nutzen, um EU-weit innovative, CO2-arme Klimaschutztechniken mit Demonstrationscharakter in der Industrie und der Stromerzeugung zu fördern. Eine Studie im Auftrag des Umweltbundesamtes (UBA) hat nun untersucht, mit welchen Förderungen der Fonds das Beste für den Klimaschutz herausholen kann. weiterlesen

Wirtschaft & Umwelt

Ein Feld mit Wiese

UBA-Broschüre: Umwelt und Landwirtschaft

Gut die Hälfte der Fläche Deutschlands wird landwirtschaftlich genutzt. Die Landwirtschaft ist damit die größte Flächennutzerin in Deutschland und bedeutende Quelle von Umweltbelastungen, wird andererseits aber auch von den Folgen etwa des Klimawandels betroffen. Das Umweltbundesamt hat in der Kurzbroschüre „Umwelt und Landwirtschaft 2018“ ausgewählte Fakten zur Landwirtschaft zusammengestellt. weiterlesen

In einer Anlage werden Müllteile auf Förderbändern transportiert

Neue Sortieranlage soll Recyclingquote für Kunststoff erhöhen

Verpackungen werden in Deutschland zwar getrennt gesammelt, sind aber immer noch ein Gemisch verschiedenster Kunststoffe und Metalle. Mit Hilfe des Umweltinnovationsprogramms entstand im hessischen Gernsheim eine Sortieranlage, die durch bessere Sortiertechnik dafür sorgt, dass künftig mehr Kunststoffverpackungen zu neuen Produkten recycelt anstatt zur Energiegewinnung verbrannt werden. weiterlesen

Klimaanlagen an einer Hauswand

Blauer Engel für Klimageräte

Klimageräte stoßen nicht nur durch den hohen Stromverbrauch viele Treibhausgase aus: Auch die verwendeten Kältemittel haben negative Auswirkungen auf das Klima. Einem Hersteller eines besonders umweltschonenden Gerätes wird nun der Blaue Engel verliehen. weiterlesen

Umwelt kommunal

Umwelt international

Ein Wassersprenger bewässert ein Feld

EU-Akteure diskutieren Anforderungen für Wasserwiederverwendung

Aufbereitetes Abwasser etwa zur Bewässerung von Äckern einzusetzen schont die Wasserressourcen – birgt aber auch Risiken, da es Viren oder Chemikalien enthalten kann. Bis Ende Mai 2018 will die EU-Kommission einen Gesetzesvorschlag mit Anforderungen an die Wasserwiederverwendung veröffentlichen. UBA-Präsidentin Krautzberger und EU-Parlamentarier Wölken luden am 22. März in Brüssel zur Diskussion. weiterlesen

Biene an einer Rapsblüte

UBA begrüßt Verbot von Neonikotinoiden im Freiland

Drei besonders wirksame Insektizide dürfen nicht mehr im Freiland eingesetzt werden, dafür haben die EU-Staaten am 27.04.2018 in Brüssel gestimmt. Das UBA begrüßt die Entscheidung. Die Gefahr der Wirkstoffe für die Artenvielfalt wurde bereits im Februar von der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) bestätigt. weiterlesen

Formel von Bisphenol A

REACH-Kandidatenliste erweitert, Änderung für Bisphenol A

Die Europäische Chemikalienagentur (ECHA) hat am 15.1.2018 die REACH-Kandidatenliste um sieben besonders besorgniserregende Stoffe erweitert und den Eintrag für Bisphenol A (BPA) aktualisiert. BPA ist nun zusätzlich zu seinen reproduktionstoxischen Wirkungen als besonders besorgniserregend wegen seiner schädlichen Wirkungen auf das Hormonsystem von Menschen und Umweltorganismen identifiziert. weiterlesen

Recht & Regelungen

Eine Statue der Justizia

UBA-Studie: Bessere Durchsetzung des Umweltrechts

Ein guter Vollzug des Umweltrechts ist unerlässlich für dessen Wirksamkeit. Welche Unterstützung sich Vollzugsfachleute dabei wünschen, zeigt eine Studie im Auftrag des UBA: nicht unbedingt Rechtsänderungen, sondern neben einer ausreichenden Ausstattung vor allem mehr Austausch und Kooperation der Behörden sowie bessere Informationen für Vollzugsbehörden, Anlagenbetreiber und Öffentlichkeit. weiterlesen

Neubaugebiet mit Einfamilienhäusern „auf der grünen Wiese“

Gutachten: Grundsteuerreform kann den Flächenverbrauch senken

Baureife Grundstücke in den Innenstädten werden oft unbebaut liegengelassen, weil auf steigende Baulandpreise spekuliert wird. Das erhöht den Druck, Flächen außerhalb der Ortslagen zu bebauen. Würde die Grundsteuer so reformiert, dass sie sich allein nach dem Bodenwert richtet, wäre dies ein Anreiz, innerstädtische Grundstücke mit ihren hohen Bodenwerten schneller zu bebauen, so ein Gutachten. weiterlesen

In eigener Sache

Eine Talsperre

Wasserwirtschaft auf einen Blick: Infoplattform gestartet

In kurzen Texten, Bildern und Videos bietet die neue Infoplattform des UBA „Wasserwirtschaft in Deutschland“ einen schnellen Überblick mit kompakten Infos in Text und Video. Außerdem dient sie als Einstieg in die gleichnamige Broschüre mit vertiefenden Infos zu Belastungen und zum Zustand unserer Gewässer sowie zu Maßnahmen zum Gewässerschutz. weiterlesen

Der Fluss Nieplitz

Der sandige Tieflandbach – unser Gewässertyp des Jahres 2018

Zum Weltwassertag am 22. März kürt das Umweltbundesamt (UBA) den sandigen Tieflandbach zum Gewässertyp des Jahres 2018. Bäche dieses Typs liegen vornehmlich in den sandigen Gebieten der direkt vom Inlandeis geformten Alt- und Jungmoränenlandschaft von Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Hamburg, Sachsen-Anhalt, Nordrhein-Westfalen und Brandenburg. weiterlesen

Frisch veröffentlicht

gezeichnetes Titelbild, zwei Kinder in einer Eislandschaft

An den Polen der Welt

Leo und Polly Pop in Arktis und Antarktis


Leo und Polly entdecken Eisbären und Pinguine, die größte Wüste der Welt, rasende Gletscher und einzigartige Schneeflocken. Sie hören berühmte letzte Worte und erfahren, warum Meereis besser ist als weniger Eis. Denn das ewige Eis ist bedroht - durch den Menschen! Was man selber dagegen tun kann, davon erzählt dieses Buch. Mit original Narwal-Gesang und Pinguinrufen.weiterlesen

Reihe
Kinderbuch
Seitenzahl
48
Erscheinungsjahr
Cover der Publikation "Übersicht zur Entwicklung der energiebedingten Emissionen und Brennstoffeinsätze in Deutschland 1990 – 2014", der Hintergrund zeigt eine künstlerische Verfremdung wabernder Gase, unten das Logo des Umweltbundesamtes

Übersicht zur Entwicklung der energiebedingten Emissionen und Brennstoffeinsätze in Deutschland 1990 – 2016

Unter Verwendung von Berechnungsergebnissen der Nationalen Koordinierungsstelle Emissionsberichterstattung


„Energiebedingte Emissionen“ sind Treibhausgase und Luftschadstoffe, die durch die Umwandlung von Energieträgern in elektrische und / oder thermische Energie (Strom- und Wärmeproduktion) freigesetzt werden. In dieser Veröffentlichung hat das ⁠UBA⁠ für die Jahre 1990 bis 2016 Grafiken und Tabellen zusammengestellt, die die energiebedingten Emissionen für Treibhausgase und ausgewählte…weiterlesen

Reihe
Broschüren
Seitenzahl
12
Erscheinungsjahr
Cover des Hintergrundpapiers "Erneuerbare Energien in Deutschland: Daten zur Entwicklung im Jahr 2017" von März 2018 mit einem Foto von Windkraftanlagen und den Logos von Umweltbundesamt und AGEE Stat

Erneuerbare Energien in Deutschland 2017

Daten zur Entwicklung im Jahr 2017


Die Arbeitsgruppe Erneuerbare Energien-Statistik (AGEE-Stat), die im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie regelmäßig die Nutzung der erneuerbaren Energien bilanziert, hat auf der Grundlage verfügbarer, zumeist vorläufiger Daten eine erste Abschätzung zur Entwicklung der erneuerbaren Energien in Deutschland im Jahr 2017 erstellt. Das vorliegende Hintergrundpapier beschreibt di…weiterlesen

Reihe
Hintergrundpapier
Seitenzahl
24
Erscheinungsjahr
Sandiger Tieflandbach in einem Wald

Poster Gewässertyp des Jahres 2018

Sandiger Tieflandbach


Die sandigen Tieflandbäche liegen vornehmlich in den sandigen Gebieten der direkt vom Inlandeis geformten Alt- und Jungmoränenlandschaft von Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Hamburg, Sachsen-Anhalt, Nordrhein-Westfalen und Brandenburg. Typische Vertreter des Gewässertyps sind die Sude, die Oberläufe von Plane, Alster, Wümme, Hase und Ems.weiterlesen

Reihe
Poster
Seitenzahl
1
Erscheinungsjahr
Sandiger Tieflandbach in einem Wald

Faltblatt Gewässertyp des Jahres 2018

Sandiger Tieflandbach


Die sandigen Tieflandbäche liegen vornehmlich in den sandigen Gebieten der direkt vom Inlandeis geformten Alt- und Jungmoränenlandschaft von Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Hamburg, Sachsen-Anhalt, Nordrhein-Westfalen und Brandenburg. Typische Vertreter des Gewässertyps sind die Sude, die Oberläufe von Plane, Alster, Wümme, Hase und Ems.weiterlesen

Reihe
Flyer und Faltblätter
Seitenzahl
2
Erscheinungsjahr
Titelseite der Broschüre "Auf dem Weg zum treibhausgasneutralen UBA: Umwelterklärung des Umweltbundesamtes 2017". Das Titelfoto zeigt einen Teich mit See- und Teichrosen, im Hintergrund das Gebäude des Umweltbundesamtes in Dessau mit moderner Holz-Glas-Fassade. Unten die Logos EMAS und Umweltbundesamt

Auf dem Weg zum treibhausgasneutralen UBA

EMAS-Umwelterklärung des Umweltbundesamtes 2017


Das ⁠UBA⁠ hat mit der 2014 veröffentlichten Studie zum treibhausgasneutralen Deutschland belegt, dass eine nahezu vollständige Minderung der Treibhausgasemissionen in Deutschland bis 2050 möglich ist. Nunmehr wollen wir auch praktisch mit gutem Beispiel vorangehen und haben uns auf den Weg zu einem treibhausgasneutralen UBA gemacht. Was genau wir in diesem und in anderen Bereichen w…weiterlesen

Reihe
Umweltmanagement im Umweltbundesamt
Seitenzahl
42
Erscheinungsjahr
Das Cover der Publikaiton

Umwelt und Landwirtschaft 2018


Gut die Hälfte der Fläche Deutschlands wird landwirtschaftlich genutzt. Die Landwirtschaft ist damit die größte Flächennutzerin in Deutschland und bedeutende Quelle von Umweltbelastungen, wird andererseits aber auch von den Folgen etwa des Klimawandels betroffen. Das Umweltbundesamt hat in der Kurzbroschüre „Umwelt und Landwirtschaft 2018“ ausgewählte Fakten zur Landwirtschaft zusammengestellt.weiterlesen

Seitenzahl
12
Erscheinungsjahr

Das UBA in den Medien

Treibhausgasbilanz 2017

Deutschlandfunk zur aktuellen Nahzeitprognose des Umweltbundesamtes (27.03.2018)

Stickstoffdioxid-Studie: "Als ob das UBA ein Problem erfindet"

UBA-Präsidentin Maria Krautzberger im Interview mit ZEIT ONLINE zu Krankheitslasten durch Stickstoffdioxid und der Kritik an der UBA-Studie (14.03.2018)

Weniger Fahrverbote mit zwei blauen Plaketten

UBA-Präsidentin Maria Krautzberger im Interview in der Süddeutschen Zeitung (06.03.2018)

Härtere Regeln gegen Motorradlärm

UBA-Präsidentin Maria Krautzberger in der taz (26.02.2018)

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