Claudia Röhl ist habilitierte Toxikologin und approbierte Ärztin mit Zusatzqualifikationen in den Bereichen der gesundheitlichen Risikobewertung und Umweltmedizin und verfügt über langjährige Leitungserfahrungen sowohl in Landes- und Bundesbehörden (2013-2023) als auch in der Wissenschaft (1998-2013).
Sie war vorher am Landesamt für soziale Dienste (LAsD) in Schleswig-Holstein tätig, wo sie das Dezernat ‚Umweltbezogener Gesundheitsschutz‘ geleitet hat. Zu ihren Kernaufgaben im Öffentlichen Gesundheitsdienst gehörten insbesondere die wissenschaftliche Beratung des Gesundheitsministeriums, der Gesundheitsämter und der Öffentlichkeit zu umweltmedizinischen und umwelttoxikologischen Fragestellungen, die Durchführung von Human-Biomonitoringstudien und Innenraumluftuntersuchungen zur Erfassung und Bewertung gesundheitlicher Risiken durch Umweltstoffe, sowie Vollzugsaufgaben im Trink- und Badewasserbereich. Sie ist außerdem Mitglied in zahlreichen wissenschaftlichen Gremien. 2016-2023 war sie Vorsitzende der Human-Biomonitoring-Kommission am Umweltbundesamt.
Claudia Röhl studierte Humanmedizin und Physik an der Freien Universität Berlin und der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel, zur der sie als Privatdozentin bis heute durch ihre Lehrtätigkeit und gemeinsame wissenschaftliche Projekte einen engen Kontakt hält.
Frau Röhl freut sich darauf, mit einem engagierten und interdisziplinären Team im Fachbereich II ‚Gesundheitsbezogener Umweltschutz und Schutz der Ökosysteme‘ wissenschaftsbasierte Strategien und Umsetzungskonzepte zum nachhaltigen Schutz von Mensch und Umwelt weiterzuentwickeln und in die öffentliche Diskussion einzubringen. Sie möchte insbesondere das Planetary-Health-Konzept, ein Kernelement des aktuellen gesellschaftlichen Transformationsprozesses zu mehr Nachhaltigkeit, als neuen Schwerpunkt am Umweltbundesamt etablieren.