Aktionstage zur klimaangepassten Umgestaltung des Ernst-Mucke-Platzes

Vom 17. – 19. Oktober fanden mit der Unterstützung von Freiwilligen und lokalen Einrichtungen die Aktionstage zur klimaangepassten Umgestaltung des Ernst-Mucke-Platzes in Cottbus statt. Im südöstlichen Teil wurden drei leere Baumscheiben mit der Staudenmischung: Licht und Leicht bepflanzt, welche an trockene und nährstoffarme Standorte angepasst ist. Darunter befinden sich u.a. der Wurmfarn und der Blaustern. Die Stauden fördern die Biodiversität des Ernst-Mucke-Platzes, da der Nektar der Blüten Insekten als Nahrungsquelle dient. Des Weiteren verschönern sie die zuvor kargen Baumscheiben und erhöhen somit die Aufenthaltsqualität. Im westlichen Teil wurden mehrere Feuerdorn- und Berberitzensträucher gepflanzt sowie Apfelrosen, Bibernellrosen und Hundsrosen, die in der Blütezeit einen angenehmen Duft versprühen und durch Verdunstung die Umgebungsluft kühlen. Zudem hat die Stadt Cottbus in Zusammenarbeit mit dem Projektkonsortium 3 Himalaya-Birken gepflanzt, welche in Zukunft durch ihren Schatten den Ernst-Mucke-Platz zusätzlich kühlen werden. All diese Arten kommen gut mit den trockenen und nährstoffarmen Bedingungen zurecht und bedürfen nur wenig Pflege. Außerdem werden noch Holzauflagen an drei Stellen der westlichen Steinmauer angebracht, um den Sitzkomfort der Besucher*innen des Ernst-Mucke-Platzes zu erhöhen. Der Grund dafür ist, dass sich Holz anders als Stein weniger schnell im Sommer erwärmt oder im Winter abkühlt. Während der Aktionstage gab es weitere Mitmach-Angebote für Klein und Groß. So konnten Samenbomben hergestellt sowie Beutel mit Pflanzendruck bestückt werden. Außerdem wurde ein Hochbeet für eine lokale Altenpflegeeinrichtung gebaut. Diese bedankt sich ganz herzlich bei allen Helfenden für die Unterstützung der Aktionstage. Die Umsetzung wurde vom Garten- und Landschaftsbaubetrieb Grüne Gärten fachkundig begleitet und durch das Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und Klimaschutz des Landes Brandenburg aus der Konzessionsabgabe Lotto gefördert.
Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) Brandenburg, Regionalwerkstatt Brandenburg und Hochschule Anhalt
5.800 €
Das Projekt "Klimaanpassung selbstgemacht" wurde gefördert im Rahmen der Verbändeförderung durch das Bundesumweltministerium (BMUV) und das Umweltbundesamt (UBA). Die Kosten sind angefallen für Stauden, Sträucher, Dünger, Erde, Sitzauflagen, Workshopmaterialien, Veranstaltungshaftpflichtversicherung, Informationsschild, Geräteausleihe, Verwaltung und externe Dienstleister.
Die aktive Beteiligung von Bürger*innen in der Planung, Umsetzung und Pflege von urbanen naturbasierten Lösungen ist und war hier ein erfolgreicher Baustein.
Die ausgewählten Stauden fördern die Biodiversität, dienen Insekten als Nahrungsquelle, verschönern die zuvor kargen Baumscheiben und erhöhen somit die Aufenthaltsqualität. Zudem tragen die gepflanzten Stauden bei heißen Temperaturen zur Verdunstung und Kühlung der Umgebungsluft bei. Die gepflanzten trockenresistenten Himalaya-Birken beschatten und kühlen den Platz zusätzlich. Holzauflagen an drei Stellen der westlichen Steinmauer angebracht, erhöhen den Sitzkomfort der Besucher*innen, da sich Holz anders als Stein weniger schnell im Sommer erwärmt oder im Winter abkühlt.
Als positiver Nebeneffekte lässt sich festhalten, dass zu den Aktionstagen unterschiedliche Personengruppen wie zum Beispiel Schüler*innen und Migrant*innen zusammenkamen, um gemeinsam etwas zu verändern. Dadurch bekamen die Teilnehmenden die Möglichkeit sich aktiv in ihrer Nachbarschaft einzubringen. Gemeinsam etwas zu bewegen fördert so das Gemeinschaftsgefühl der Nachbarschaft.
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