Entwicklung von Anpassungsstrategien seitens des Naturschutzes

Die sehr wichtigen und in der Zwischenzeit in großer Zahl vorliegenden Modellierungen zur zukünftigen Artverbreitung von Tagfalterarten bei verschiedenen Klima-Szenarien reichen für die Erfordernisse des umsetzungsorientierten Natur- und Artenschutzes nicht aus, da sie sich auf die Analyse möglicher Klimawandel-Auswirkungen beschränken, aber keine Lösungsmöglichkeiten bieten. Die rechtzeitige Entwicklung von Anpassungsstrategien ist aber für einen langfristig erfolgreichen Naturschutz unabdingbar. Das Projekt stellt daher die Auswirkungen der prognostizierten Klimaerwärmung auf konkrete Vorkommen von hoch bedrohten Arten bzw. ihrer Lebensräume dar und zeigt mögliche Lösungsvorschläge zu deren Erhalt auf. Ziel des Projektes ist es, Managementmaßnahmen zu entwickeln und umzusetzen, die auch in Zeiten des Klimawandels den Erhalt bedrohter Tagfalterarten und ihrer Lebensgemeinschaften sicherstellen.

Eckdaten zur Maßnahme

Maßnahmenträger

MaßnahmenträgerLandschaftsstation im Kreis Höxter e. V.
http://www.landschaftsstation.de
Kooperationspartner

Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) (Auftraggeber), Naturschutzzentrum Märkischer Kreis, Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK), Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung, Hochschule Ostwestfalen-Lippe, Fachbereich 9 – Landschaftsarchitektur und Umweltplanung,

Dauer und Finanzierung

Dauer

Dauer der Umsetzung03.03.2008 - 03.02.2012
Wie hoch waren die (geschätzten) Kosten für die Umsetzung?

125.000,00 € (Gesamtprojektsumme)

Fördermittel des DBU, Eigenanteile der Landschaftsstation im Kreis Höxter bzw. des Naturschutzzentrums Märkischer Kreis, ehrenamtliche Mitarbeit der Naturschutzverbände

Beteiligung

Welche weiteren Personengruppen wurden an der Planung oder Umsetzung der Maßnahme beteiligt?

Grundbesitzer*innen, Fachverwaltungen, Naturschutzverbände

Welche Formen der Beteiligung fanden statt?

ErläuterungInformation der Grundbesitzer*innen und Fachbehörden über das Vorhaben, Abstimmung der Anpassungsmaßnahmen, Einbindung der Ehrenamts in die Monitoringprogramme und die Maßnahmenumsetzung

Erfolge

Welche Erfolge wurden bis jetzt mit der Maßnahme erreicht?

In Untersuchungsgebieten wurden seit 2008 (Weserbergland) bzw. 2009 (Sauerland) erste Managementmaßnahmen entsprechend den Anpassungsstrategien umgesetzt. Weiterhin wurden alle verfügbaren Daten zu den Bestandsentwicklungen der Tagfalter in den Untersuchungsgebieten seit Anfang der 1990er Jahre zusammengetragen. Sie werden zur Zeit einer statistischen Analyse hinsichtlich möglicher Korrelationen zum Klima unterzogen. Für die Untersuchungsgebiete wurden Prognosen der zukünftigen Klimaentwicklung (bis zum Jahr 2010) erstellt.

ErläuterungDie Auswirkungen dieser Maßnahmen werden über ein entsprechendes Artenmonitoring und die Erfassung der mikroklimatischen Änderungen dokumentiert.

Hindernisse

Welche Hindernisse gab es während der Umsetzung?

Es stellte sich schnell heraus, dass die vorliegenden Daten zu den Bestandsentwicklungen der Tagfalter im Gegensatz zu anderen Regionen zwar gut sind – aber doch nicht hinreichend, um statistisch gut absicherbare Ergebnisse zu erzielen. Daher wurden stattdessen die Veränderungen der Rasterfrequenzen der Verbreitungskarten in den Dekaden 1981-1991, 1992-2000 und 2001 bis 2010 ermittelt. Aufgrund der hohen Datenzahl wird so eine statistische Überprüfung der Daten möglich.

Ansprechperson

Dr. Burkhard Beinlich
Landschaftsstation im Kreis Höxter e. V.
Zur Specke 4
34434 Borgentreich
Deutschland
Telefonnummer05643-948800
Heinrich Biermann, Frank Grawe
Deutschland
Dr. Stefan Brunzel
Deutschland
Dr. Kathrin Vohland
Deutschland
Dr. Stefan Klotz
Deutschland
Prof. Dr. U. Riedl
Deutschland

Ort der Umsetzung

Zur Specke 4
34434 Borgenteich
Deutschland

Höxter, Märkischer Kreis

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