Neue Studie zur Entwicklung der Umweltverbände erschienen

Pappschild auf einer Klimademonstration mit der Aufschrift „There´s no planet B“zum Vergrößern anklicken
Die Umweltszene ist vielfältiger geworden, etwa durch junge Leute, die sich fürs Klima engagieren.
Quelle: ink drop / Fotolia.com

Die Anforderungen an Umweltorganisationen in Zeiten von Polykrise, Überschreitung planetarer Grenzen und gesellschaftlicher Polarisierung sind groß. Die neue Studie des Unabhängigen Instituts für Umweltfragen (UfU e.V.) beleuchtet die strukturelle Entwicklung und den Umgang mit den Herausforderungen der Umweltorganisationen in Deutschland seit dem Jahr 2000.

Die Studie zeigt, dass die Zahl der Unterstützer*innen und die Budgets der großen Organisationen seit dem Jahr 2000 zum Teil deutlich gestiegen sind und Strukturen deutlich ausgebaut werden konnten. Mit neuen Akteur*innen und spezialisierten Organisationen ist die Bewegung vielfältiger und insgesamt sichtbarer geworden. Die Entwicklung gerade der letzten Jahre zeigt aber auch, wie sich Krisen auf die Arbeit in den Organisationen auswirken und welche Herausforderungen zum Beispiel populistische Framings, Themenmüdigkeit auf der inhaltlichen Ebene und steigende Kosten sowie Nachwuchs- und Fachkräftemangel auf der strukturellen Ebene für die Verbände darstellen.

In dem vom Umweltbundesamt im Rahmen der Verbändeförderung geförderten Projekt führte das UfU neben Literatur- und Datenrecherchen Tiefeninterviews und einen Workshop mit Expert*innen aus den Organisationen und Bewegungsakteuren durch. Zwei Exkurse gehen in der Studie vertiefend auf die Entwicklung der Umweltverbände in Ostdeutschland und auf die neuen Bewegungsakteure „Fridays for Future“ und die „Letzte Generation“ ein. Auf Basis der Analysen wurden bestehende Strategien aufgezeigt und Impulse für die strategische Ausrichtung der Umweltorganisationen gegeben.

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 Umweltverband  Umweltverbände  Umweltorganisationen  bürgerschaftliches Engagement