Luft-Wasser-Wärmepumpe ersetzt Gasheizung in Generationenhaus
Das Ziel war, unseren Altbau von 1981 und den Anbau von 2009 von einer Gasheizung auf eine Luft-Wasser-Wärmepumpe umzustellen.
Das Ziel war, unseren Altbau von 1981 und den Anbau von 2009 von einer Gasheizung auf eine Luft-Wasser-Wärmepumpe umzustellen.
Unser Generationenhaus in Mönchengladbach, bestehend aus einem Altbau von 1981 und einem Anbau von 2009 (insgesamt 400 m²), wurde bisher mit Gas beheizt, auch die Warmwasserbereitung erfolgte über Gas. Beide Gebäudeteile sind mit Fußbodenheizungen ausgestattet, im Keller des Altbaus gibt es zusätzlich Niedertemperaturheizkörper. Die massiven Preissteigerungen infolge des Ukrainekriegs sowie Unsicherheiten über die zukünftige Gasversorgung führten letztlich zur Entscheidung, eine Luft-Wasser-Wärmepumpe zu installieren.
Zu Beginn war die Beschaffung verlässlicher Informationen eine große Herausforderung. Der Durchbruch kam durch die fundierten Erklärungen von Prof. Werner Schenk auf YouTube. Basierend auf diesem Wissen planten wir das Projekt gemeinsam mit einem Energieberater und einem Heizungsbauer. Aufgrund der hohen Auslastung der Handwerksbetriebe waren jedoch Zuarbeit und Eigeninitiative gefragt: Kernbohrungen, die Verlegung von Kupferrohren und sogar die Heizlastberechnung habe ich selbst durchgeführt.
Trotz Skepsis aus dem Umfeld – häufig hörte man Aussagen wie „Bei null Grad funktioniert die Wärmepumpe nicht mehr“ – wurde das Projekt innerhalb eines halben Jahres umgesetzt. Im Oktober 2022 wurde die 14-kW-Wärmepumpe geliefert, die Montage begann sofort. Am 14. Dezember 2022 ging die Anlage in Betrieb, und die alte Gasheizung blieb zunächst als Reserve bestehen. Dies erwies sich jedoch als unnötig, da die Wärmepumpe auch bei extremen Temperaturen zuverlässig arbeitet.
Eine gründliche Auseinandersetzung mit der neuen Technik war unverzichtbar. Wichtige Punkte sind:
• Die Vorlauftemperatur, abhängig davon, ob Fußbodenheizungen oder Heizkörper im Einsatz sind.
• Die Warmwasserbereitung, entweder direkt über die Wärmepumpe, über einen Durchlauferhitzer oder eine separate Warmwasser-Wärmepumpe.
• Die korrekte Bestimmung der Heizlast, um eine Überdimensionierung der Wärmepumpe zu vermeiden, da das Takten der Anlage zu Effizienzverlusten führt.
Experten wie Dr. Peter Klafka und Prof. Werner Schenk erklären diese Technik in ihren Online-Videos sehr verständlich und ohne Verkaufsinteressen. Ihre Inhalte waren eine große Hilfe bei der Entscheidungsfindung.
Vor der Umstellung betrug unser durchschnittlicher Gasverbrauch etwa 35.000 kWh pro Jahr. Nach der Umstellung hat sich der Stromverbrauch – inklusive Warmwasser – bei etwa 6.000 kWh jährlich eingependelt. Ein Teil des benötigten Stroms wird von unserer PV-Anlage gedeckt, die zwischen März und Oktober Strom liefert.
Vergleich der Heizkosten:
• Gasheizung: ca. 3.500 Euro/Jahr (bei 0,10 €/kWh)
• Wärmepumpe: ca. 1.260 Euro/Jahr (bei 0,21 €/kWh mit Wärmepumpentarif)
Ohne PV-Anlage wären die Heizkosten etwa 1.680 Euro/Jahr.
Die Anschaffungskosten für die Wärmepumpe beliefen sich auf 15.000 Euro. Nach Abzug der Förderung lagen die Gesamtkosten bei 10.250 Euro.
Der Umstieg auf die Wärmepumpe war sowohl ökologisch als auch ökonomisch eine der besten Entscheidungen, die ich je getroffen habe. Die Anlage arbeitet zuverlässig, selbst bei extremen Wetterbedingungen, und hat unsere Heizkosten erheblich gesenkt.
Zusammen mit der Photovoltaikanlage bildet die Wärmepumpe eine nachhaltige und zukunftssichere Energielösung. Alle Verbrauchsdaten werden regelmäßig überwacht und in der Wärmepumpen-Verbrauchsdatenbank unter der Nr. 3212 veröffentlicht.
• Beschäftigen Sie sich intensiv mit der Technik, um fundierte Entscheidungen treffen zu können.
• Nutzen Sie seriöse und unabhängige Informationsquellen wie die Videos von Dr. Peter Klafka und Prof. Werner Schenk.
• Holen Sie mehrere Angebote ein, da die Preisunterschiede erheblich sein können.