Hintergrund & Ziele
Die heutige Ozonbelastung bodennaher Luftschichten kann Pflanzen schädigen. Aktuelle Studien belegen großflächig Risiken für pflanzliche Erträge, die Qualität von Erntegütern sowie für Ökosystemleistungen, zum Beispiel die Holzproduktion und Kohlenstoffspeicherung in Wäldern.
Bisher wurden die Risiken anhand der Exposition der Pflanzen gegenüber hohen Ozonkonzentrationen bewertet. Wie schädlich das Ozon tatsächlich wirkt, hängt jedoch von der tatsächlichen Ozonaufnahme durch die Spaltöffnungen ab. Dieser stark witterungsabhängige Prozess wird in der neu entwickelten flussbasierten Risikobewertung berücksichtigt. Internationale Vereinbarungen unter der Genfer Luftreinhaltekonvention stützen sich bereits heute auf das neue Verfahren.
Im Ergebnis eines 2014 abgeschlossenen Forschungs- und Entwicklungsprojektes empfiehlt das Umweltbundesamt, Risikoanalysen zum Schutz der Vegetation vor schädlichen Wirkungen bodennahen Ozons an repräsentativen ortsfesten Messstationen und zukünftig ausschließlich mit dem flussbasierten Ansatz durchzuführen. Flächenhafte Modellierungen ergänzen diese lokalen Beurteilungen.
Das Fachgespräch soll in kompakter Form Wissen zu den neuen Bewertungsverfahren vermitteln, ein praxisnahes Diskussionsforum bieten und so die breite Anwendung der flussbasierten Risikobewertung unterstützen.
Inhalt & Ablauf
In dem Fachgespräch stellt Herr Professor Dr. Ludger Grünhage, Justus-Liebig Universität, Gießen, die neuen Methoden und Modelle der flussbasierten Risikobewertung vor und erläutert Anforderungen an die Messung der Eingangsdaten. Der Schwerpunkt liegt auf der Risikobewertung für Waldbäume. Es ist ausreichend Zeit für Fragen und Diskussion eingeplant.
Teilnehmerkreis
Die Veranstaltung richtet sich insbesondere an die VertreterInnen des Forstlichen Umweltmonitorings und der Luftqualitätsüberwachung des Bundes und der Länder sowie weitere WissenschaftlerInnen, die mit der Messung und Risikobewertung bodennahen Ozons befasst sind.
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