Bereits aufgetretene und erwartete Klimaänderungen
Der Klimawandel hat begonnen. Wie stark er in Zukunft wird, hängt vom Erfolg, beziehungsweise vom Misserfolg des Klimaschutzes ab. Die Weiter-wie-bisher-Szenarien geben deshalb die maximalen Änderungssignale wieder. Als gesichert gilt:
- Es wird deutlich wärmer, am stärksten im Winter
- Sommerliche Hitzeperioden werden länger und heißer
- Das Frühjahr wird trockener
- Niederschläge verlagern sich in andere Jahreszeiten
- Maximalniederschläge werden intensiver
- Frost und Eistage nehmen ab
- Die Vegetationszeit dehnt sich aus
Bereits beobachtete und erwartete Klimafolgen
Der Klimawandel wird die weltweiten Handelsströme und Migrationsbewegungen verändern. Beide Entwicklungen werden sich auch in Brandenburg bemerkbar machen. Land und Forstwirtschaft müssen sich an Hitze, Trockenheit und Dürreperioden anpassen. Die Waldbrandgefahr steigt. Hitze und Trockenheit können erhebliche gesundheitliche Auswirkungen haben (Kreislaufversagen etc.). Schifffahrt und Wasserversorgung müssen mit einem veränderten Wasserdargebot umgehen.
Wichtige Studien und Projekte
Im Auftrag der Interministeriellen Arbeitsgruppe „Anpassung an die Folgen des Klimawandels“ wurde ein Monitoringbericht zu den Folgen des Klimawandels erarbeitet. Nach dem Basisbericht aus dem Jahr 2018, wurde 2022 der Aktualisierungsbericht veröffentlicht. Die Indikatoren sind in einem Entwicklungs- und Abstimmungsprozess ressortübergreifend auf Landes- und ministerieller Ebene erarbeitet worden. Sie setzen sich aus übergreifenden Indikatoren sowie aus Indikatoren aus den Bereichen Wasser, Boden, Forst, Landwirtschaft, Natur/Biodiversität, Gesundheit und Verkehr zusammen. Der nächste Monitoringsbericht wird alle Handlungsfelder der Klimaanpassungsstrategie des Landes Brandenburg umfassen.
Zusätzlich zu den Arbeiten des Landesamtes für Umwelt sind in den vergangenen Jahrzehnten brandenburgspezifische Studien in verschiedenen Forschungseinrichtungen entstanden, wie zum Beispiel: