Bauprodukte enthalten unterschiedlichste umwelt- und gesundheitsgefährdende Stoffe: Sie kommen zum Beispiel als Lösemittel in Lacken und Klebern, als Biozide für Fassaden, als Weichmacher, Bindemittel oder als Flammschutzmittel in Boden- und Wandbelägen zum Einsatz. Auch Kunststoffe und Holzwerkstoffe, mineralische Baustoffe und Dachdeckungsmaterialien können unerwünschte Stoffe enthalten. Über das Recycling können auch bereits verbotene Stoffe beigemischt werden. Bisher wird vor der Vermarktung eines Produkts oft nicht ausreichend bewertet, ob es Schadstoffe freisetzt. Verbraucherinnen und Verbraucher haben jedoch das Recht, eine Auskunft zu bekommen, ob in Bauprodukten besonders besorgniserregende Stoffe in Anteilen über 0,1 Prozent enthalten sind. Seit 1. Juli 2013 muss diese Information sogar alle Bauprodukte mit CE-Kennzeichnung aktiv begleiten.
Das UBA unterstützt die Entwicklung und Verwendung von emissions- und schadstoffarmen Bauprodukten durch:
- Festsetzung von Kriterien für die gesundheitliche Bewertung der Emissionen aus Bauprodukten
- Kennzeichnung der emissionsarmen Bauprodukte mit dem Blauen Engel
- Initiative zur EU-weiten Harmonisierung der gesundheitlichen Bewertung von Bauprodukten
- Initiativen zum hohen Umwelt- und Gesundheitsschutzniveau bei der Umsetzung der EG-Bauproduktenverordnung
- Förderung der Bewertung von Gerüchen aus Bauprodukten
- Untersuchungen zu Schadstoffemissionen aus Bauprodukten
- Vorschläge zur Gestaltung der Umweltdeklaration von Bauprodukten
- Vorlagen für Pflichtkennzeichnung von besonders besorgniserregenden Stoffen in Bauprodukten.