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Strom- und Wärmeversorgung in Zahlen

FAQ

Wie viel CO2 wird in Deutschland für den Verbrauch einer Kilowattstunde Strom ausgestoßen?

Das UBA berechnet den Kohlendioxid-Emissionsfaktor des deutschen Strommix jährlich und veröffentlicht, wie er sich seit 1990 entwickelt hat. Der Emissionsfaktor ist Indikator dafür, wie klimaverträglich die Stromerzeugung ist. Die aktuellen Daten finden Sie in unserem Artikel „Strom- und Wärmeversorgung in Zahlen“ im Abschnitt „Wie viel CO2 verursacht eine Kilowattstunde Strom im deutschen…

Wo gibt es fundierte Daten zu Biomassekraftwerken (Anzahl, Leistung, Wirkungsgrade, Arten von Biomasse etc.)?

Wenden Sie sich am besten an das Deutsche Biomasseforschungszentrum gemeinnützige GmbH (DBFZ): Deutsches Biomasseforschungszentrum gGmbHTorgauer Str. 11604347 LeipzigTel. 0341 / 24340

Wie oft werden die Karten aktualisiert?

Die Datenbank „Kraftwerke in Deutschland“ sowie die Karten „Kraftwerke und Verbundnetze in Deutschland” und „Kraftwerke und Windleistung in Deutschland” werden halbjährlich zusammen aktualisiert.

Datenerhebungen, eigene Berechnungen und Studien im Auftrag des Umweltbundesamtes liefern wichtige Grundlagendaten für die Energiepolitik.

Welche Kraftwerke gibt es in Deutschland und wo stehen sie?

Das Umweltbundesamt stellt mit seiner Datenbank "Kraftwerke in Deutschland" Informationen zu allen Kraftwerksstandorten der öffentlichen Stromversorgung, Industriekraftwerken und Bahnkraftwerken ab einer elektrischen Bruttoleistung von 100 Megawatt pro Block oder Kraftwerk bereit. Mehrere Karten zeigen die Standorte von Kraftwerken, das Höchstspannungsnetz und die Zusammensetzung der Stromerzeugung:

  • Eine Übersicht über die Standorte der Kraftwerke und das deutsche Höchstspannungsnetz bietet die Karte "Kraftwerke und Verbundnetze in Deutschland".
  • In der Karte "Kraftwerke und Windleistung in Deutschland" ist zusätzlich zu den Kraftwerksstandorten auch die installierte Leistung aller Windkraftanlagen je Bundesland zu sehen.
  • Die Karte "Kraftwerke und Photovoltaikleistung in Deutschland" zeigt zusätzlich zu den Kraftwerksstandorten auch die installierte Leistung aller Photovoltaikanlagen je Bundesland.
  • Die Karte „Kraftwerke mit Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) in Deutschland“ verzeichnet die Kraftwerke der öffentlichen Stromversorgung und Industriekraftwerke ab einer elektrischen Bruttoleistung von 50 MW bzw. mit einer Wärmeauskopplung ab 100 MW auf Basis der Datenbank „Kraftwerke in Deutschland“.
  • Aus der Karte "Kraftwerksleistung in Deutschland" werden bundeslandscharf die jeweiligen Kraftwerksleistungen ersichtlich.

Das Umweltbundesamt weist ausdrücklich darauf hin, dass diese Karten sowie die Datenbank dem Urheberrecht unterliegen und nur zur nichtkommerziellen Nutzung verwendet werden dürfen.

Wie viel CO2 verursacht eine Kilowattstunde Strom im deutschen Strommix?

Der Indikator „direkte CO₂-Emissionen je Kilowattstunde Strom“ wird auch als „Emissionsfaktor“ oder spezifische Emission bezeichnet. Er charakterisiert die Klimaverträglichkeit der Stromerzeugung.

Die Veröffentlichung "Entwicklung der spezifischen Kohlendioxid-Emissionen des deutschen Strommix" zeigt den Verlauf der spezifischen CO₂-Emissionsfaktoren in der Zeitreihe und den Einfluss des Stromhandelssaldos darauf. Sie enthält auch eine Beschreibung der zugrundeliegenden Berechnungsmethoden.

Pro Kilowattstunde des in Deutschland verbrauchten Stroms wurden im Jahr 2025 bei der Erzeugung durchschnittlich 344 Gramm COausgestoßen. 2024 lag dieser Wert bei 353 und 2023 bei 379 Gramm pro Kilowattstunde. Damit sinken die klimaschädlichen Emissionen pro Kilowattstunde Strom weiter, wenn auch weniger schnell als in den Vorjahren. Emissionsmindernd wirken sich der steigende Anteil erneuerbarer Energien, ein gesunkener Stromverbrauch infolge der wirtschaftlichen Stagnation sowie ein Stromimportüberschuss aus: Der Stromhandelssaldo wechselte im Jahr 2023 erstmals seit 2002 vom Exportüberschuss zum Importüberschuss, Deutschland importiert also derzeit mehr Strom als es exportiert. Nach neuesten Zahlen sank der Stromimportüberschuss jedoch zuletzt wieder von 26,3 TWh im Jahr 2024 auf 18,8 TWh im Jahr 2025. Die durch den Stromimportüberschuss erzeugten Emissionen werden nicht der deutschen Stromerzeugung zugerechnet, da sie in anderen berichtspflichtigen Ländern entstehen. Die weitere Absenkung des spezifischen Emissionsfaktors im deutschen Strommix ab dem Jahr 2023 ist deshalb nur bedingt ein Indikator für die Nachhaltigkeit der Maßnahmen zur Reduzierung der Emissionen des Stromsektors.

Die Entwicklung des Stromverbrauchs in Deutschland

Der Stromverbrauch stieg seit dem Jahr 1990 von 479 Terawattstunden (TWh) auf 583 TWh im Jahr 2017. Seit 2018 ist erstmalig eine Verringerung des Stromverbrauchs auf 574 TWh zu verzeichnen, der 2020 im Jahr der Coronapandemie mit 513 TWh einen Tiefstand erreichte. Nach einem Wiederanstieg im Jahr 2021 infolge der wirtschaftlichen Erholung setzte sich ab dem Jahr 2022 der Trend eines sinkenden Stromverbrauchs fort. Im Jahr 2025 lag der Stromverbrauch mit 449 TWh etwa auf dem Niveau des Vorjahres (plus 2 TWh). Der Stromverbrauch bleibt trotz konjunktureller Schwankungen und des russischen Angriffskrieges in der Ukraine auf hohem Niveau.

Säulendiagramm: die CO2-Emissionen zeigen seit 1990 eine sinkende Tendenz Entwicklung der Spezifischen Emissionen im deutschen Strommix 1990-2025

Hinweis: Die im Diagramm gezeigten Daten sind in der Publikation "Entwicklung der spezifischen Treibhausgas-Emissionen des deutschen Strommix in den Jahren 1990 - 2025" zu finden.

Quelle: Thomas Lauf / UBA

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